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Züchten heißt in Generationen Denken

in Zucht 13.02.2012 14:01
von Shadow • Landesmeister | 420 Beiträge

Züchten heißt in Generationen Denken

Ich habe ein sehr interessantes Thema in Sachen Zucht gefunden.
Für einige Züchter bekannt, aber viele Züchter nicht mehr bewusst, was sie in Zukunft züchten.

Züchten heißt denken in Generationen
Die Rassehundezucht wird vom Hunde – Züchter kontrolliert und gesteuert, deshalb hat der Züchter eine große Verantwortung gegenüber seiner Zucht und der ganzen Hunderasse. Denn wird das genetische Material zu einheitlich, kann es zu Erbkrankheiten kommen. Vielen Züchtern und Rassezuchtverbänden ist nicht bewusst, das bei der Verpaarung verwandter Tiere (Inzucht) nicht nur der Phänotyp verbessert werden kann, sondern auch Defekt – Gene homogenisiert werden, was die Grundlage für Erbkrankheiten ist und das Aus einer ganzen Hunderasse bedeuten kann.

Es ist wichtig sich als Hunde – Züchter darüber Gedanken zu machen, welche genetische Verpaarung ist sinnvoll, um die Möglichkeiten einer gesunden, schönen und leistungsfähigen Zucht voll auszuschöpfen. Selbst wenn bei der Verpaarung der Partner nach besten Gewissen in Bezug auf Übertragung der Erbinformationen ausgewählt wurde, ist dabei zu bedenken dass die Erbinformationen von Generation zu Generation um bis zu 50% abnehmen können. Somit kann man nicht davon ausgehen, wenn Titelträger miteinander gepaart werden, dass die Nachkommen auch unweigerlich zu Siegern gezüchtet werden können. Man kann davon ausgehen, dass auf Hunde – Ausstellungen nur der phänotypische Faktor (Schönheit) eine Rolle spielt und tendenziell wichtige Zuchtfaktoren wie Gesundheit, Leistungsfähigkeit und genetische Mängel nicht bewertet werden. Die Ausstellungen sollten sich vielmehr zu wirklichen Zuchtschauen entwickeln, wo Weltsieger nach Ihrer Erbgesundheit und nicht nur nach phänotypischen Eigenschaften bewertet werden. Als Grundlage könnte die Attestierung über die Freiheit von häufigen Defekten und organischen o. genetischen Schwächen dienen. Einige Hunderassen wurden über Jahrzehnte hinweg genetisch isoliert und wenn sich das Bewusstsein diesbezüglich nicht ändert, dann wird das die Existenz einiger Rassen bedeuten. Ein guter, verantwortungsbewusster Züchter nimmt auch einmal ein in Not geratenes Tier zurück, um es in geeignetere Hände zu vermitteln. Aber schon beim Welpen Verkauf sieht man welchem Züchter das Wohlergehen seiner Aufzucht wichtig ist, indem er sehr genau das zukünftige Zuhause seiner Welpen auswählt. In einer guten Zucht wir auf Sozialisierung, Haltung und Ernährung geachtet. Ein guter und erfahrener Züchter ist zu jeder Zeit in der Lage auf Zucht Defekte zu reagieren, um das Risiko der Erbfehler zu minimieren und die genetische Vielfalt der Hunderasse zu schützen.

„Prestige, Ansehen und Geldgier dürfen nicht zu einer genetischen Degeneration der Hunde führen!“


Die guten Dinge gibt es nicht umsonst. Der Weg zu einem Ziel darf anstrengend sein, das ist Okay. Ich bin bereit, den Weg zu gehen.
Besser ein weiser Tor als ein törichter Weiser! von William Shakespeare

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